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Das Haus An der Frauenkirche 16 wurde von einem bürgerlichen Baumeister, der dem Zwingerbaumeister Matthäus Daniel Pöppelmann nahe stand, für die Familie des Königlich polnischen und kurfürstlich sächsischen Renterei-Kalkulators Gottfried Krezschmar 1728 erbaut.

Mit seinen drei Achsen und ursprünglich 5 Geschossen war das äußerst schmale und hohe Haus außergewöhnlich für Dresden. Ein zierlicher Erker wurde über den leicht gebogenen Grundriss vorgesetzt. Dorische, ionische und phantastisch-korinthische Pilasterstellungen, Ornamentkartuschen, Putzspiegel, Konsolen und verschiedene Giebel vereinen sich in der überreichen Fassade.
Bei der Beschießung Dresdens im Siebenjährigen Krieg 1760 wurde das Haus schwer beschädigt und brannte komplett aus. Schon zu dieser Zeit erkannte man den Wert des Gebäudes und riss es, im Gegensatz zu vielen anderen Häusern der Umgebung, nicht ab. Durch das Bombardement Dresdens am 13.Februar 1945 wurde die komplette Innenstadt in Schutt und Asche gelegt.
Gut 60 Jahre nach der Zerstörung wurde mit dem Wiederaufbau begonnen. Ein geborgenes Kapitell aus dem Erker wurde im 1. Obergeschoss in die Wandgestaltung integriert. Deutlich größer ist das Haus An der Frauenkirche 17, das 1762 nach den Plänen von Samuel Locke neu erbaut wurde. Erdgeschoss und oberstes Geschoss erfuhren eine Abgrenzung durch Gurtgesimse. Von den fünf Achsen hebt sich die mittlere durch ornamentalen Fensterschmuck und Giebel ab. Das prächtige mit Rokokoschnitzereien verzierte Holzportal wurde erst bei einem Umbau Anfang des 20. Jahrhunderts nach rechts versetzt.
Die Obergeschosse sind nur über ein gemeinsames Treppenhaus und mit Fahrstuhl erreichbar. Durch die neue Gebäudeaufteilung entstand ein Innenhof, in dem der restaurierte Krellbrunnen aus der ehemaligen Moritzstraße 4 installiert wurde. Bei diesem reizvollen Wandbrunnen aus den 1760ern verbinden sich Ornamentformen und eine Wasser spendende Faunsmaske zu einem Becken bekrönenden Aufsatz.